Schachvereinigung Hamm
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Aktuelles


04.05.2016 - 19:43
- wichtig! -

Vereinsspielabend wieder Freitags

Nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung vom 28. April findet der Vereinsspielabend jetzt wieder regelmäßig freitags statt. Starttermin ist am 6. Mai.(RS)



09.05.2016 - 23:16

Hubert Voss gewinnt den Vereinspokal

Am letzten Freitag wurde das Finale um den Vereinspokal gespielt. Hierbei setzte sich Hubert Voss gegen Lars Wörtler durch. Meinen Glückwunsch dazu. Damit ist die Saison 15-16 nun abgeschlossen. (LW)



24.04.2016 - 22:26

Punktlandung für die erste Mannschaft!!!

Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss. Dabei springen Schachpferde, also Springer, im eigentlichen Sinne gar nicht hoch, sondern eher weit. Besagter Springer war heute der Matchwinner in einer ausschlaggebenden Partie, aber dazu später mehr. In der letzten Runde der Verbandsliga kam es für unsere erste Mannschaft heute zum Showdown. Der erste gegen den zweiten, es ging um nicht weniger als den Aufstieg in die Regionalliga! Daher hatten wir die Drittvertretung aus Essen-Katernberg zu Gast.
Dritte Mannschaft hört sich zwar nicht spektakulär an, aber diese Truppe ist gespickt mit ehemaligen Bundesliga-Spielern, auch wenn sie schon etwas in die Jahre gekommen sind. Eine Altherrenmannschaft sozusagen. Wir traten ausnahmsweise mit der Bestbesetzung an, und waren daher nominell leicht im Vorteil. Das sagt aber nicht viel aus, schwankt doch die Spielstärke je nach Tagesform um +- 200 DWZ-Punkte!

Den Anfang machte heute Jan-Thorwald, unser starker Neuzugang. Nach einer Grünfeldindischen Eröffnung erhielt er einen Isolani auf d4, was dem Gegner einiges an Gegenspiel versprach. Daher gab sich unser sechstes Brett mit Remis, also mit dem Spatz in der Hand, zufrieden. Damit schließt er die Saison mit 4,5/7 ab, ohne Niederlage! Durchaus beachtlich! 0,5:0,5.
Meine eigene Partie am Spitzenbrett war heute wenig spektakulär, spielte mein Gegner doch gegen mein Sizilianisch die geschlossene Variante mit c4, zu Recht als Remis-Variante verschrien. So fügte ich mich in mein Schicksal. 1:1.
Ein Blick auf die anderen Bretter verhieß uns zu diesem Zeitpunkt gutes Spiel an 2 und 3. Aber es sollte anders kommen...

Hubertus spielte heute an Drei Nimzoindisch und kam auch passabel aus der Eröffnung. Der Gegner stand gut im Zentrum war aber in der Entwicklung zurückgeblieben. Hubertus fasste sich ein Herz und opferte wagemutig eine Figur, um den gegnerischen König ans Leder zu gehen. Leider erwies sich dieser Plan als zu tollkühn, der König kam mit dem Schrecken davon und das gegnerische Läuferpaar machte das Rennen. Schade! Damit bleibt Hubertus immerhin eine positive Bilanz mit 5/9 in dieser Saison. 1:2

Auch der Gegner von Dalibor spielte Grünfeldindisch, auch hier kam es zum Isolani auf d4. Rein eröffnungstheoretisch waren unsere Widersacher gut auf uns eingestellt. Dieser Isolani führte letztendlich zu besserem Spiel für Schwarz, so dass unser achtes Brett über die vereinbarte Punkteteilung ganz froh sein konnte. Das bedeutet 6/9 für Dalibor, damit hat er (mal wieder!) die meisten Punkte in dieser Saison geholt. Glückwunsch Dalibor! 1,5:2,5

Besonders schwer hatte es heute Ralf aus der Eröffnung zu kommen. Sein Gegner nahm ihn nach einer slawischen Aufstellung mir g6 gehörig in die Zange. Zwischendurch hatte ich diesen Punkt schon abgehakt, aber unser fünftes Brett verteidigte sich zäh und konnte sogar nach dem Damentausch seinerseits etwas Druck entfalten. Am Ende reichte es zwar nicht für den vollen, aber dafür immerhin für den halben Punkt. 4,5/7 und mit +18 DWZ-Punkten der größte Zuwachs in unserer Mannschaft. Glückwunsch auch an unseren 1. Vorsitzenden Ralf! 2:3

Bei George spielte sich heute ein Drama ab. Seine Englische Eröffnung führte nicht direkt zu Vorteil, aber zu einem Endspiel mit Gewinnpotential. Diesen Sieg wollte unser 2. Brett aber zu schnell einfahren und zog seinen Freibauern vorschnell bis auf die sechste Reihe. Dort geriet er aber unter die Räder und so musste sich George noch weitere zwei Stunden mannschaftsdienlich in einer verlorenen Stellung quälen, eine Strapaze, der er sich vorbildlich unterzog. So verbleiben aber immer noch beachtliche 5/8 auf seinem Konto, keine üble Ausbeute für ein zweites Brett! 2:4.

Milan hat in dieser Saison nur sporadisch gespielt, war aber häufig das Zünglein an der Waage. Sein Pannov-Angriff gegen Caro-Kann wurde vom Gegner ungewöhnlich, aber nicht schlecht behandelt. Auch hier konnte unser Mann froh sein, einigermaßen lebend aus der
Der Mannschaftkampf war damit wohl verloren, nicht aber die Hoffnung auf den Aufstieg. Aufgrund der Stellung in der Tabelle und der bisherigen Spiele konnten wir uns eine knappe Niederlage von 3,5:4,5 erlauben, wohingegen wir bei einem 3:5 das Nachsehen gehabt hätten. Jetzt kam es also auf die letzte Partie an, sinnigerweise von unserem Mannschaftsführer Norbert, der es jetzt selbst in der Hand hatte seine eigene Mannschaft zum Aufstieg zu führen! Die Eröffnung -Sizilianisch mit c3- retournierte unser siebtes Brett mit seiner Spezialvariante. Diese sieht starken weißen Druck auf die schwarze Stellung vor, die aber von genauso vehementen Gegenangriff gekennzeichnet ist. Dieser wurde gekrönt durch einen Bauerngewinn, so dass sich am Ende Läufer und vier Bauern gegen den Anfangs erwähnten Springer und fünf Bauern gegenüber sahen. Glücklicherweise sind Endspiele mit Mehrbauern in der Regel um so einfacher zu gewinnen, je unterschiedlich das Material ist. Und unterschiedlicher als Läufer und Springer kann es kaum sein. Kurzum der Rappe machte das Rennen und Norbert teilt sich damit mit 6/9 punktgleich mit Dalibor den Titel des erfolgreichsten Spielers dieser Saison! Besonderer Glückwunsch also an Norbert, der mit seinem Sieg den Endstand von 3,5:4,5 und damit auch den Aufstieg sichergestellt hat! Ein Brettpunkt mehr als die Zweitplatzierten, im wahrsten Sinne eine Punktlandung!!! Eine Mannschaftsleistung, auf die man stolz sein kann! (ES)



23.04.2016 - 12:11

Lars Wörtler gewinnt die Vereinsmeisterschaft

In der letzten Runde der Meisterschaft konnte sich Lars mit einem Sieg gegen Dieter
den ersten Platz sichern, da Thomas zeitgleich gegen Rolf nur ein Remis erreichte. Den
dritten Platz in der Meisterschaft belegte Hajo. Alle Ergebnisse und die
Abschlusstabelle findet ihr in der Rubrik Vereinsmeisterschaft. (LW)



17.04.2016 - 15:45

Viererpokal

Am gestrigen Samstag mussten wir in Herford die Vorrunde im Vierer Pokal gegen Lemgo bestreiten. Unsere Besetzung war Milan an 1, ich an 2, Thomas an 3 und Hajo an 4. An einem guten Tag, denke ich, können wir jeden schlagen, aber wir waren sicherlich der totale Außenseiter, denn hier spielten drei, man kann sagen, Regionalliga Teams mit. Thomas hatte die Freude oder auch das Pech gegen Johanna Bluebaum zu spielen, die Schwester von Matthias Bluebaum, wem das nichts sagt, ein deutscher Großmeister. Thomas spielte Königsindisch und war eigentlich happy nach der Eröffnung, bis der große Hammerschlag kam. Eine Ablenkung kostete seine Dame und er gab sofort auf. Hajo spielte, wie gehabt, sein Londoner System aber nach einer gewissen Spielzeit musste er die Qualität geben. Er wehrte sich lange, aber das Endspiel war dann verloren. Somit stand es zwei zu null für Lemgo und eigentlich war es gelaufen. Mein Gegner an zwei, immerhin ein 2000er, nahm mein Remisangebot nicht an, er spielte auf Gewinn. Als es brenzlig wurde, was die Zeit betraf, gab ich die Qualität für ein aktives Pferd und eine äußerst aktive Dame. Über ihm schwebte jederzeit das Grundlinienmatt. Er konnte seinen Turm nicht von der Grundlinie weg bewegen ohne Matt zu gehen. Nach einigem hin und her und mein Gegner hatte nur noch knapp 1 Minute auf der Uhr beging er dann den folgenschweren Fehler. Er gab Schach und hatte nicht bemerkt, dass ich mit einem simplen Bauanzug einen Doppelangriff hatte. Er dachte noch ein wenig darüber nach und verlor auf Zeit. Die Stellung war allerdings auch komplett hinüber. Somit wurde es dann doch noch mal spannend, denn nach Berliner Wertung musste Milan gewinnen und es sah zu diesem Zeitpunkt einigermaßen aus. Milans Gegner spielte die französische Verteidigung mit Läufer B4 und Milan machte Druck am Königsflügel. Aber mit fortschreitender Dauer der Partie musste man sagen, dass ein Remis schon in Ordnung gewesen wäre. Dazu kam es allerdings nicht, denn Milan musste einige Bauern geben und gab dann auf. Ich fand es trotzdem ganz gut, dass wir den Viererpokal mal wieder gespielt haben und wäre auch im nächsten Jahr wieder dabei. (LW)



26.03.2016 - 06:44

Ralf Schlaap gewinnt das Osterblitzturnier

Mit 44 Teilnehmern, die nicht nur aus dem Schachbezirk sondern teilweise von Potsdam, Herford, Marl oder Sendenhorst weit angereist kamen, war das Turnier bestens besetzt. Das Teilnehmerfeld war breit gestreut. Mit seinen 80 Jahren konnte unser Schachfreund Rolf Bachmann nicht einmal einen der drei Ehrenpreise für die ältesten Teilnehmer erreichen. Erfreulich war auch, dass wieder zwei Damenpreise an unsere Schachfreundinnen Corinna Sporkert und Christina Schwarznecker vergeben werden konnten. In der Spitzengruppe garantierte die Teilnahme von zwei Fidemeistern mit Raphael Torres-Kuckel und Manuel Dargel sowie von unseren Schachfreund Jens Lütke aus Kamen mit einer DWZ von fast 2300 Punkten Spitzenschach. In diesem Feld gewann Ralf das Turnier ohne eine Niederlage! Sein härtester Konkurrent war sein Mannschaftskamerad Emmanouil Spyrou, welcher den zweiten Platz belegte. Viel Erfolg den beiden auf Verbandsebene. Platz drei ging an Jens Lütke aus Kamen. Platz 4 belegte unser Schachfreund Dalibor Dukic, der damit in der Wertung für die Stadtblitzmeisterschaft noch Rang 3 belegte.

Mit sage und schreibe 10 Remispartien wurde unser Schachfreund Chris Huckebrink unangefochtener Remiskönig. Mit 3 Teilnehmern auf den ersten 4 Plätzen hat unser Verein damit außergewöhnlich gut abgeschnitten. Vielleicht gibt es doch auch beim Schach einen Heimvorteil? Eine glückliche Fügung war auch die Teilnahme unseres Schachfreundes Frank Bellers aus Herford. Als gelernter Schiedsrichter konnte er zwei Regelfragen kurzerhand und zur Zufriedenheit aller Teilnehmer klären. Ein tolles Turnier und mein Dank geht hier auch an unseren Schachfreund Alfred Reuter für seine top Turnierleitung. Hier noch die Abschlusstabelle:

(LW)



20.03.2016 - 20:17

Zwei wichtige Punkte für die erste Mannschaft

Am vorletzten Spieltag galt es, nicht nur beide Mannschaftspunkte aus Oberhausen mit nach Hause zunehmen, sondern außerdem möglichst viele Brettpunkte zu erzielen, um am letzten Spieltag im Endspiel gegen Katernberg eine günstige Ausgangsposition zu sichern. Oberhausen ist kein unbekannter für uns. Noch vor wenigen Jahrendurften wir in der Regionalliga gegen deren Erstvertretung spielen, die immerhin mit Vlastimil Hort einen bekannten Großmeister am ersten Brett aufweisen kann. Damals verloren wir nur knapp, also sollten wir nach Adam Riese gute Chancen gegen deren 2. Mannschaft haben. Zwar war auch dieses Mal Milan verhindert, aber dafür durften wir erneut auf Joachim zurückgreifen, am achten Brett durchaus eine Macht!

Diesmal machte Hubertus den Anfang. Sein Gegner hatte seinen Skandinavier offensichtlich gewissenhaft vorbereitet. Nach der Eröffnung war die Partie vollkommen ausgeglichen und unser drittes Brett konnte der Punkteteilung nicht mehr entrinnen. 0.5:0,5 Auch unser Mannschaftsführer Norbert musste letztendlich das Kriegsbeil begraben. Zwar kam er durchaus bequem aus der Eröffnung (Sizilianisch mit c3), aber unser sechstes Brett hatte so viel Zeit verbraucht, dass ein weiterspielen zu riskant gewesen wäre. Dann lieber der Spatz in der Hand. 1:1.
Dann aber schlug Joachims große Stunde. Schon in der Benoni-artigen Eröffnung luchste er seinem Widersacher einen Bauern ab. Als dieser dann aber alle restlichen Figuren abtauschte, war das Bauernendspiel simpel gewonnen. Der erste volle Punkt des Tages! 2:1
Unser Neuzugang Jan hatte in der Abtausch-Variante der slawischen Eröffnung einen überfallartigen Angriff seines Gegners übersehen und stand lange mit dem Rücken an der Wand. Durch hartnäckige Verteidigung konnte er aber immerhin die Damen tauschen und sogar eine Qualität gewinnen. Das gegnerische Läuferpaar, sowie ein Freibauer auf der vorletzten Reihe entschädigte Schwarz aber ausreichend, so das folgerichtig der Remishafen angesteuert wurde. 2,5:1,5.
Auch Dalibor hatte heute nicht mehr Glück. Seine englische Eröffnung spielte er recht aktiv und wurde dafür mit einem Mehrbauern belohnt, wenn auch „nur“ ein Doppelbauer war. Im darauffolgenden Turmendspiel verschmäht er aber die einzig frei Linie, so dass sein Gegner mindestens ausreichendes Gegenspiel für diesen Bauern bekam. So endete auch diese Partie mit einem Unentschieden. 3:2.
In meiner eigenen Eröffnung durfte ich mich am Spitzenbrett wieder mal gegen eine slawische Aufstellung abmühen. Nicht wirklich gefährlich, aber leider super solide. So musste ich schon einen Bauern ins Geschäft stecken, um auch nur etwas an Gewinnchancen zu erlangen. Dumm nur, dass mein Gegner (fast) alles richtig machte und ich mich noch anstrengen durfte, um die Remisausfahrt nicht zu verpassen. So aber: ,5:2,5.
Ralf packte am dritten Brett mal wieder seine Nimzoindische Verteidigung aus. Das Spiel war recht kompliziert, und lange Zeit öffnete sich keine einzige Linie. Dann aber kam es zum Showdown auf dem Königsflügel, der aber auch nur zum Abtausch aller Schwerfiguren führte. Der Rest wurde als nicht gewinnspielträchtig eingeschätzt und die Punkte einvernehmlich brüderlich geteilt. 4:3.
Fast gleichzeitig kam auch die Partie von George zu einem Ende. Unser zweites Brett war wie immer recht kämpferisch aufgelegt und opferte bereits in der modernen Eröffnung einen Bauern, um dafür den wichtigen schwarzfeldrigen Läufer von Weiß abzutauschen. Im weiteren verwickelten Spiel konnte er dann vorteilhaft eine Figur gegen einen weiteren Bauern gewinnen und am Ende eroberte er gar einen ganzen Turm! Kein Wunder, dass die Partie danach bald vorbei war. 5:3.

Unsere ärgsten Verfolger aus Katernberg gewannen ebenfalls 5:3, so dass uns rein rechnerisch in der letzten Runde eine knappe Niederlage mit 3,5:4,5 für den Aufstieg reichen würde. Vermutlich aber keine gute Idee eine solche Punktlandung anzuvisieren ;-)
(ES)



04.03.2016 - 14:27

Dalibor Dukic gewinnt die Vereinsblitzmeisterschaft

Am gestrigen Donnerstag wurde die letzte Runde der Blitzmeisterschaft gespielt. Diese
Runde hat Ralf souverän vor Lars und Dalibor gewonnen. Die Meisterschaft ging aber
aufgrund seiner gesammelten Punkte (55) an Dalibor. Den zweiten Platz belegt Lars vor
dem dritten Platz, den Ralf belegte. Insgesamt kann man mit der Teilnahme an den
Turnieren ganz zufrieden sein. (LW)



23.02.2016 - 17:05

Weiterer Erfolg im Dähnepokal

Nachdem sich unser Schachfreund Hajo Baschin auf Bezirksebene für den Verband qualifizieren konnte, gelang ihm in der ersten Runde ein Erfolg gegen den Schachfreund Manfred Riese vom SC Mülheim.

Als nächster Gegner steht der Vorjahressieger Marcel Quast mit einer DWZ von etwa 2.200 Punkten auf dem Programm. Da Hajo in dieser Begegnung Heimrecht besitzt, werden wir wahrscheinlich an einem der nächsten Spieltage eine zusätzliche spannende Partie in unseren Räumen erleben können (RS)



22.02.2016 - 13:39

Arbeitssieg der ersten Mannschaft

Am drittletzten Spieltag der Verbandsliga hatte wir die Zweitvertretung der Schachfreunde Brackel zu Gast. Dieser Dortmunder Traditionsverein spielte vor 20 Jahren noch in der 1. Bundesliga, heutzutage findet man deren erste Mannschaft immerhin noch in der Regionalliga.

Unser Gegner spielt derzeit gegen den Abstieg, während wir gute Aufstiegschancen aufweisen. Somit waren die Vorzeichen schon klar gesetzt, obwohl wir auf Milan und Ralf verzichten mussten. Diese wurden aber gut vertreten durch Joachim, in seinem ersten Einsatz diese Saison (willkommen zurück!) und unserem Haudegen Mike aus der 2. Mannschaft.

Den Anfang machte heute überraschend Dalibor – meist spielt unser sechstes Brett die längsten Partien! Nach einer Art Caro-Kann Eröffnung entbrannte ein kompliziertes Spiel, bei dem die gegnerische Dame abhanden kam. Ohne Dame wollte der Schwarze aber nicht weiterspielen! 1:0

Die Partie von Jan endete Remis, nachdem unser Neuzugang zwar gegen die Königsindische Verteidigung die g-Linie aufreißen konnte, diese sich aber nicht so einfach besetzen ließ. 1,5:0,5

Dann schlug aber Joachim zu! Er hatte das Vergnügen gegen eine adrette junge Dame mit Vornamen „Caissa“ spielen zu dürfen. Sie wandte gegen den Sizilianer unseres siebten Brettes die geschlossene Variante mit g3 an, aber ohne großen Erfolg. Der erhoffte Königsangriff stellte sich nicht ein, dafür aber ein Springer. Das ganze wurde von unserem „ständigen“ Ersatzmann so zügig und fehlerfrei vorgetragen, dass die junge Dame zum Zeitpunkt ihrer Aufgabe auch noch viel weniger Restzeit auf ihrer Uhr hatte. Ein deutliches Zeichen! 2,5:0,5.

Zu diesem Zeitpunkt sah alles nach einem klaren Sieg aus, so einfach war es aber dann doch nicht.

Hubertus, unser bärenstarkes drittes Brett, kam gewohnt solide aus der Caro-Kann Eröffnung. Nach dem Damentausch ergab sich aber die Möglichkeit einen Freibauern bis nach f3 zu schieben. Diesen muss er wohl überschätzt haben, denn das Eindringen des gegnerischen Turmes in seine Stellung versprach nichts Gutes und kostete am Ende auch noch eine Figur. Trotz aller Bemühungen war die erste Niederlage dieser Saison nicht mehr abzuwenden. Mit Gegnern aus Brackel scheint Hubertus kein Glück zu haben. 2,5:1,5.

Meine eigene Partie am Spitzenbrett war wenig spektakulär. Zwar bot mir mein Gegner in der modernen Verteidigung acht Züge lang ein Bauernopfer auf d4 an, aber ich konnte mich nicht recht dazu durchringen. Am Ende kam es dann zu einem ausgeglichenen Endspiel mit Dame und ungleichfarbigen Läufern. 3:2

Mike spielte am achten Brett wie gewohnt eine wilde Partie! Nicht umsonst wird er „der Mann ohne Rochade“ genannt. Auch diesmal verirrten sich seine Springer frühzeitig auf gegnerischem Terrain und wurden unsanft zurück ins eigene Lager geschubst. Zudem musste der König sich zu Fuß auf Wanderschaft begeben. Man hat schließlich einen Ruf zu verteidigen! Letzten Endes kostete das eine Menge Material. Unser Mann konnte zwar die feindliche Dame erobern, musste aber dafür beide Türme und einen Springer hergeben. Das Endspiel war sicherlich klar verloren, aber der junge Mann auf der anderen Brettseite tat sich sichtlich schwer mit dieser technischen Gewinnstellung. So passierte es denn auch, gerade als Mikes letzter Bauer gefallen war. Da sein König keinen Zug mehr machen konnte, opferte „der Mann ohne Rochade“ einfach seine Dame mit Schach und das Patt war perfekt! Remis in einer totgeglaubten Stellung. 3,5:2,5

Unser Mannschaftsführer Norbert spielte mal wieder seine Grünfeldindische Verteidigung. Diese wurde von seinem Gegner „antipositionell“ behandelt. Das kostete diesem zunächst die einzig offene Linie, dann einen Bauern und schließlich eine ganze Figur. Das war zu viel des Guten! 4,5:2,5

Damit war der Mannschaftskampf eigentlich entschieden, die spannendste Partie des Tages lief aber noch. Hatte George noch seine englische Eröffnung vorteilhaft gestalten können, opferte er im entscheidenden Moment seine Dame für zwei Türme. Gemeinhin keine gute Wahl, so lange noch weitere Leichtfiguren mitspielen. Dann aber überspielte er seinen Gegner ein zweites Mal. Durch das wunderschöne Opfer seines Springers hätte unser zweites Brett seinen Gegner mit zwei Türmen matt setzen können. Auch das war ihm wohl zu profan. So musste er sich im D/2T-Endspiel ein drittes Mal durchsetzen. Diesmal aber endgültig! 5,5:2,5

Da unsere Konkurrenten auch punkten konnten, läuft das ganze auf ein Endspiel gegen Katernberg in der letzten Runde hinaus. Zunächst gilt es aber noch die beiden Punkte in Oberhausen abzuholen. (ES)



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