Schachvereinigung Hamm
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Das Ziehen und Schlagen - Teil 1


Das Schachspiel verläuft in der Weise, dass beide Spieler abwechselnd ziehen. Dazu wird in der Regel ein Stein von einem Ausgangsfeld auf ein anderes Zielfeld bewegt. Abgesehen vom Springer darf dabei kein Stein einen anderen überspringen.

Auf jedem Feld darf nur ein Stein stehen. Wird ein Stein auf ein bereits besetztes Feld gezogen, wird die Figur, die schon auf dem Zielfeld steht, vom Brett genommen. Der Schachspieler nennt das Schlagen.




Der Bauer


Die weißen Bauern stehen zu Beginn der Partie auf der zweiten und die schwarzen Bauern auf der siebten Reihe. Die Bauern werden nach den Linien benannt auf denen sie stehen. Die Bauern auf c2 und c7 heißen daher c-Bauern. Beim Bauern treffen wir auf mehrere Besonderheiten:

Der Bauer kann zunächst immer ein Feld geradeaus ziehen. Das funktioniert aber nur, wenn das Feld vor ihm frei ist. Der Bauer kann nämlich im Unterschied zu den übrigen Figuren nicht so schlagen wie er zieht. Ist das Feld besetzt, kann er nicht weiter ziehen.

Solange wie der Bauer auf seinem Ausgangsfeld in der zweiten oder siebten Reihe steht, kann er außerdem einen Doppelschritt nach vorne ziehen. Auch hier gilt, dass das Zielfeld frei sein muss.

Schlagen kann der Bauer nur auf die beiden Felder schräg vor ihm. Wie die Bauern c2 und g5 schlagen und ziehen können, zeigt das Diagramm:





Schlagen können die Bauern auf den mit „X“ markierten Feldern, ziehen können sie auf die mit einem Punkt markierten Felder.

Ein Bauer kann nie rückwärts ziehen!






Das Schlagen im Vorbeigehen


Diese Regel ist schwer zu verstehen und soll daher etwas ausführlicher erläutert werden: Der Doppelschritt des Bauern zu Beginn wurde nachträglich in die Regeln eingeführt, um den Beginn einer Schachpartie zu beschleunigen. Es hätte sonst allzu lange gedauert, bis die weißen und schwarzen Steine aufeinander getroffen wären.

War früher der weiße f-Bauer bis nach f5 vorgezogen, konnte er sich sicher sein, dass sich weder der schwarze Bauer e7 oder der schwarze Bauer g7 an ihm vorbeigehen konnten, ohne dass er die Möglichkeit hatte, sie auf den Feldern e6 oder g6 zu schlagen.

Wenn die Bauern jetzt jedoch einen Doppelschritt machten konnten, sprangen sie über das Feld e6 beziehungsweise g6 einfach hinweg. Um dem weißen f-Bauern die Möglichkeit des Schlagens zu erhalten, wurden die Regeln dahin ergänzt, dass er diese Bauern so schlagen könnte, als wenn sie nur ein Feld weit vorgerückt wären.

Das Schlagen im Vorbeigehen muss sofort im nächsten Zug erfolgen. Es kann später nicht mehr nachgeholt werden.

In den offiziellen Schachregeln wird das Schlagen im Vorbeigehen wie folgt beschrieben: Ein Bauer, der ein Feld angreift, das von einem gegnerischen Bauern überschritten worden ist, der von seinem Ursprungsfeld aus in einem Zug um zwei Felder vorgerückt ist, darf diesen gegnerischen Bauern so schlagen, als ob letzterer nur um ein Feld vorgerückt wäre. Dieses Schlagen ist nur in dem unmittelbar nachfolgenden Zug regelgemäß und wird "Schlagen en passant" genannt. „En Passant“ ist französisch und heißt „Im Vorbeigehen“.



Die Umwandlung



Gelingt es einem weißen Bauern die achte Reihe oder einem schwarzen Bauern die erste Reihe zu erreichen, muss der Spieler den Bauern in eine andere Figur (Dame, Turm, Springer oder Läufer aber nicht König) umwandeln.