Schachvereinigung Hamm
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Schachmatt, Patt, Remis, Notation

Das Schachmatt


Das Schachmatt ist das Ziel der Schachpartie. Wer seinen Gegner schachmatt gesetzt hat, ist der Sieger.

Schachmatt ist ein König, wenn er dem Angriff und damit dem Schachgebot nicht mehr entkommen kann. Die Partie ist dann schon zu Ende, bevor der König geschlagen wird.

Natürlich kann ein Spieler auch schon vorher aufgeben, wenn seine Stellung hoffnungslos geworden ist.




Das Patt


Der Name klingt so ähnlich wie das Matt. Es beschreibt eine Stellung, in der der König nicht im Schach steht, der Spieler jedoch keinen Zug mehr ausführen kann, ohne dass sein König in ein Schach gerät.

Da niemand in einem Schachspiel gezwungen werden soll, seinen König ins Schach zu stellen, wird die Partie abgebrochen und als unentschieden gewertet.




Das Remis


Das Remis ist für Schachspieler der Fachbegriff für eine unentschiedene Partie. Eine Partie ist remis, wenn beide Spieler sich darauf einigen.

Ein Spieler kann ein Remis geltend machen, wenn




Die Grundstellung


Weiß baut zu Beginn einer Partie seine Steine auf der ersten und zweiten Reihe und Schwarz auf der siebten und achten Reihe auf. Auf der zweiten und siebten Reihe stellt jeder Spieler seine Bauern. Auf der ersten und achten Reihe, die auch beide Grundreihe genannt werden, baut jeder Spieler seine Figuren auf. Das sind von a1 nach h1 bzw. a8 nach h8: Turm, Springer, Läufer, Dame, König, Läufer, Springer und Turm.

Die Figuren auf der a, b und c-Linie werden auch Damenturm, Damenspringer und Damenläufer genannt. Die Figuren auf der anderen Seite heißen entsprechend Königsturm, Königsspringer und Königsläufer.

Die weiße Dame steht dann immer auf einem weißen und die schwarze Dame immer auf einem schwarzen Feld. Ein vollständig aufgebautes Schachbrett sieht dann so aus:










Die Notation der Züge


Mit der Notation soll der Verlauf einer Schachpartie festgehalten werden. Schachparteien können dadurch später nachgespielt werden. Außerdem kann so die Einhaltung der Regeln kontrolliert werden.

Schachspieler unterscheiden zwischen einer kurzen und einer längeren Notationsform.

In der Langnotation werden der Name der gezogenen Figur sowie das Ursprungsfeld und das Zielfeld angegeben.

Eine Partie in der Langnotation sieht dann so aus:

1. e2   -   e4     2. e7   -   e5
2. Dd1   -   h5     2. Sb8   -    c6




3. Lf1   -   c4     3. Sg8   -   f6 4. Dh5   x   f7 #




Wenn eine Figur zieht, wird zunächst deren Name mit dem Anfangsbuchstaben abgekürzt also „K“ für König, „D“ für Dame, „L“ für Läufer, „S“ für Springer und „T“ für Turm. Auf das B für einen Bauern wird allgemein verzichtet.

Dann wird als nächstes das Ausgangsfeld angegeben und zwar erst mit dem Buchstaben und dann der Zahl.

Der nachfolgende Strich „–“ bedeutet „zieht“ und das „x“ bedeutet „schlägt“.

Danach wird das Zielfeld angegeben – wiederum zuerst mit dem Buchstaben und dann mit der Zahl.

Am Ende des Zuges kann dann noch ein „+“ für ein Schachgebot und ein „#“ für ein Schachmatt stehen.

Bei der Kurznotation wird auf die Angabe des Ursprungsfeldes verzichtet. Aus dem „x“ zur Kennzeichnung des Schlagens wird ein „:“ (Doppelpunkt). Unsere Partie in Kurznotation sieht dann so aus:

1.e4   e5   2.   Dh5   Sc6    3.   Lc4   Sf6   4.   Df7:#

Der Vorteil der Kurznotation ist, dass man weniger schreiben muss. Der ungeübte Spieler muss jedoch zu Anfang immer erst länger suchen, woher die Figur denn kommt, die auf das angegebene Feld ziehen soll.

Schwierigkeiten hat die Kurznotation, wenn 2 Figuren ein Feld erreichen können.







Diagramm nach 1.e4 e5 2.Sf3 d6 3.Sc3 Sf6 4.d4

In dieser Stellung können beide schwarzen Springer das Feld d7 erreichen. Die Angabe 4. . . . Sd7 als Zug ist daher ungenau. Es ist dann nicht zu erkennen, welcher Springer nach d7 ziehen soll. In diesen Fällen wird die Kurznotation ergänzt um die Angabe Herkunftsfeldes, wobei man sich mit dem Buchstaben oder wenn der auch nicht eindeutig ist, mit der Zahl begnügt. Der vierte Zug in der Kurznotation lautet daher 4. . . . Sbd7.