Schachvereinigung Hamm
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Das Mattsetzen mit dem Turm
(König und Turm gegen König)


König und Turm können den gegnerischen König mattsetzen. Voraussetzung ist, dass



Während in Stellungen mit König und Dame häufig mehrere Möglichkeiten bestehen, den gegnerischen König schachmatt zu setzen, gibt es für den Turm immer nur den einen einzigen Zug.



Hier ist die einzige Lösung:

1. Tc7 – c8 #

Der weiße König beherrscht die Felder d7, e7 und f7. Er verhindert damit eine Flucht des schwarzen Königs vom Rand. Der weiße Turm kann das entscheidende Schach vom Rand aus geben.

In der nachfolgenden Stellung steht der schwarze König (noch) nicht auf e8 sondern noch auf d8.



Der weiße Turm kann nun das Feld c8 nicht betreten und ist außerdem noch vom König angegriffen. Hier hilft ein „Abwartezug“ – nämlich:

1. Tc7 – c1

Der Turm verhindert eine Flucht des schwarzen Königs über c7 oder c8. De schwarze König gerät in „Zugzwang“.

1. . . . . . . Kd8 – c8

Nun ist der Weg zum Schachmatt wieder frei:

2. Tc1 – c8 #

Wir haben zwei weitere wichtige Begriffe kennen gelernt, die uns noch häufiger begegnen werden:

a.Abwartezug und b. Zugzwang

Der Zugzwang ist eine Ausnahme von der Regel, dass es im Schach von Vorteil ist, am Zug zu sein. Im Zugzwang wird ein Spieler gezwungen einen für ihn ungünstigen Zug auszuführen. Durch einen Abwartezug kann der Zugzwang herbeigeführt werden.

Im Unterschied zur Dame kann der Turm einen König nicht alleine an den Rand drängen. Hier müssen König und Turm zusammen arbeiten. Der Plan sieht daher etwas anders aus als beim Mattsetzen mit der Dame:





Schritt 1: Der eigene König wird aktiviert.

1. Kh1 - g2     Ke5 - e4
2. Kg2 - f2      Ke4 - f4
3. Kf2 - e2

Schritt 2: Jetzt teilen sich König und Turm die Aufgaben. Der weiße Turm kontrolliert die g-Linie und der weiße König drängt seinen Gegner mit Hilfe von Seitenschachs und Abwartezügen seines Turms immer weiter an den Rand.

3. . . . . . . .      Kf4 - e4
4. Tg2 - g4 +



Der schwarze König muss jetzt die 4. Reihe aufgeben. Er wird jetzt Reihe um Reihe zurück auf die 8. Reihe getrieben, wo er dann mattgesetzt werden kann.

4. . . . . . . .      Ke4 - f5
5. Ke2 - f3      Kf5 - e5
6. Kf3 - e3      Ke5 - f5




Jetzt arbeitet Weiß wieder mit einem Abwartezug.

7. Tg4 – g1

Geht der König nach e5, kann ihm der Turm mit Tg5+ die 5. Reihe nehmen. Geht er freiwillig auf die 6. Reihe zurück, kann der weiße König nachrücken.

7. . . . . . . . .      Kf5 - e5
8. Tg1 - g5 +   Ke5 - e6
9. Ke3 - e4      Ke6 - f6
10. Tg5 - g1    Kf6 - e6
11. Tg5 - g6 + Ke6 - d7
12. Ke4 - e5



Der schwarze König ist bereits weit zurückgedrängt. Nun versucht er noch, zur Seite auszuweichen. Geht der König vor den weißen König (Kd7 – e7 ), wird er durch ein Turmschach sofort an den Rand gesperrt.

12. . . . . . . .     Kd7 - c7
13. Ke5 - d5   Kc7 - b7
14. Kd5 - c5   Kb7 - a7
15. Kc5 - b5   Ka7 - b7
16. Tg6 - g7 +

Schritt 3: Endlich ist der König an den Rand gedrängt. Jetzt geht es an das Mattsetzen.

16. . . . . . . .     Kb7 - c8
17. Kb5 - c6



18. . . . . . . .     Kc8 - d8
19. Kc6 - d6   Kd8 - e8
20. Kd6 - e6   Ke8 - f8

Der weiße Turm führt noch einmal einen Abwartezug aus:

21. Tg7 - g1   Kf8 - e8
22. Tg1 - g8 #