Schachvereinigung Hamm
SV Hamm 1911 / SV Werries 1927









Listinus Toplisten


Unsere Sponsoren:




teileSHOP.DE
Google



Aktuelles


18.06.2011 - 10:23

Vereinsturniere abgeschlossen

Die vereinsinternen Turniere sind für diese Saison abgeschlossen. Es bewahrheitete sich wieder einmal: "Wer schreibt, der bleibt!". Alle drei Titel Vereinmeister, Pokalsieger und Blitzmeister gingen an unseren Turnierleiter. Der Supervereinsmeister dieses Jahres ist daher unser Schachfreund Ralf Schlaap. Wir gratulieren! Vielleicht wird es mit einem neuen Turnierleiter und etwas mehr Teilnehmern in der nächsten Saison doch wieder etwas spannender?



09.05.2011 - 21:58

Saison beendet

Mit dem Abstieg des Aushängeschilds der SVG aus der Regionalliga und dem Verbleib der Dritten in der Beziksklasse - trotz Niederlage - ist die Saison 2010/2011 beendet. Auch wenn nun die so genannte Sommerpause einsetzt, das Vereinsleben ist deswegen nicht in den Tiefschlaf versetzt werden. Wenn es auch manchmal so anmutet, es regt sich noch etwas in der Schachvereinigung Hamm.
Die Saison der U16 ist noch nicht zuende - auch hier spielt noch eine Mannschaft der SVG Hamm.
Am 28. Mai fahren Schüler aus Hamm zum Schulschachcup nach Hattingen, es nehmen fünf U12 Spieler unseres Vereins teil.
Am 02. Juli findet der Tag der Offenen Tür in der Begegnungsstätte Werries statt. Unser Verein ist Teil und Nutznießer dieser Einrichtung. Auch hier sind unsere Mitglieder zur aktiven Teinahme aufgerufen! Diese ist nicht nur wenigen Vorstandsmitgliedern vorbehalten.
Am 07. Juli veranstalten wir wieder die Stadtmeisterschaft der Grundschüler und den Schülern der weiterführenden Schulen in Berge.
Die Teilnehmerzahl ist wegen des begrenzten Raumes auf 100 begrenzt. Es werden mit Sicherheit mehr Teilnehmer als bei den Bezirksblitzmeisterschaften kommen. Näheres findet ihr im Forum.



08.05.2011 - 21:49

Abschied aus der Regionalliga

Im letzten Spiel der Regionalliga gelang unser ersten Mannschaft ein versöhnlicher Sieg gegen die Gastgeber aus Essen-Überruhr. Dabei konnte vor allem die Jugend triumphieren.
Ohne Mühe fuhr Emmanouil Spyrou am ersten Brett den ersten vollen Punkt ein. Allerdings handelte es sich bei dem Gegner um den wertungslosen Mäzen des gastgebenden Vereins, keine große Kunst also. An den folgenden beiden Essener Brettern waren hingegen spielstarke holländische "Söldner" gemeldet. Demgemäß hatten unsere Spieler hier einen schweren Stand. Am zweiten Brett verpasste Hubertus Voss in einer schwierigen Stellung der Caro-Kann-Eröffnung mit Schwarz die richtige Fortsetzung und sah sich fortan einem schweren Königsangriff ausgesetzt. Am Ende führte ein weiterer Fehlzug zum direkten Matt, allerdings hätten auch bessere Züge den Tag nicht mehr gerettet. Ralf Schlaap wehrte sich mit Weiß am dritten Brett noch einige Zeit länger. In der königsindigschen Eröffnung konnte er lange Zeit gut mithalten, bis ihm eine Ungenauigkeit eine Figur und damit langfristig auch die Partie kostete. Die Gegenoffensive ließ aber nicht lang auf sich warten. Malte Pothmann spielte mit Schwarz am vierten Brett gegen einen favorisierten Gegner. Dessen anspruchloses Damenbauerspiel behandelte Malte aber mit strategischem Geschick, so dass er bald nicht nur aktiver stand, sondern sogar noch einen feindlichen Bauern einheimsen konnte. Durch eine Nachlässigkeit mußte er diesen zwar wieder abgeben, aber ein geniales Springeropfer machte dies mehr als wieder wett: Weiß sah sich dadurch einem undeckbaren Mattangriff ausgesetzt, dem er sich nur mittels sofortiger Aufgabe entziehen konnte. Dieser erste volle Punkt sollte Malte für so manch unglückliche Partie in dieser Saison entschädigen. Auch der zweite Youngster machte seine Sache heute mehr als gut. Am letzten Brett erwehrte sich unser Ersatzspieler Florian Helff mit Schwarz in einer französischen Abtauschvariante einem heftigen weißen Angriff. Als der Weißspieler aber eine Figur ins Geschäft steckte, wies Florian geschickt nach, dass dieses Opfer nicht gerechtfertigt war. Nachdem die Damen getauscht waren und der Rauch sich verzogen hatte, fehlte dem weißen König in seiner Sammlung ein ganzer Turm, was ihn zum sofortigen Abdanken bewog. Auch Norbert Hufelschulte, heute am fünften Brett, war dieses Mal nicht zu bremsen. Die Eröffnung, eine unregelmäßige Variante im Damenbauernspiel, sah recht unspektakulär aus. Als Schwarz aber unvorsichtiger Weise seine König nach d8 stellte, anstatt zu rochieren, war es aus heiterem Himmel um die schwarze Stellung geschehen. Mindestens zwei Bauern wären in der Folge auf der Strecke geblieben, so dass Schwarz keine große Lust mehr hatte, weiter zu spielen. Am sechsten Brett war Dalibor Dukic in einer Pirc-artigen Eröffnung in Bedrängnis geraten. Nach und nach befreite er sich von diesem Druck und hatte letztendlich im Turm- Endspiel sogar einen Bauern mehr, der aber nicht mehr für einen ganzen Punkt ausreichte: Remis! In der letzten Partie des Tages spielte Joachim Vierbuchen am siebten Brett einen unternehmungslustigen aber nicht ungefährlichen Vierbauernangriff im Königsinder. Sein Gegner konnte zwar in der Eröffnung einen Bauern erobern, mußte diesen aber bald wieder zurückgeben. Trotz Zeitnot erspielte sich Joachim eine vorteilhafte Stellung im Endspiel, die wiederum in einem Bauerngewinn gipfelte, diesmal aber für Weiß. Diesen Mehrbauern konnte er letztendlich souverän in einen vollen Punkt ummünzen.
Mit 5,5:2,5 gelang unserer Mannschaft damit ein klarer Sieg. Leider nur ein kleiner Trost, da wir nun den Weg in die Verbandsliga antreten müssen, aus der wir im letzten Jahr aufgestiegen waren. Wenn es uns aber gelingt, das Potential unserer Jugend in Zukunft noch effizienter zu nutzen, werden wir in den nächsten Jahren auch ganz oben im Verband wieder mitspielen können.



04.04.2011 - 00:55

Erste Garde der Svg Hamm agiert in der Regionalliga weiterhin glücklos

Im vorletzten Pflichtspiel der Regionalliga spielte die erste Mannschaft der Svg Hamm diesmal vor eigenem Publikum. Als Gäste durften wir den klar favorisierten ehemaligen Bundesliga-Verein aus Dortmund-Brackel begrüssen. Am Ende mussten wir aber trotz Bestbesetzung eine knappe Niederlage hinnehmen, wobei das Resultat in etwa dem Spielverlauf entsprach und damit in Ordnung ging. Die Partien im Einzelnen: Als erster sah sich Malte am fünften Brett genötigt, die Segel zu streichen. In einer scharf geführten Wiener Partie gelang es unserem Juniorspieler nicht, seinen König rechtzeitig aus der Gefahrenzone in der Mitte des Brettes zu evakuieren. Just dort ereilte ihn daher auch sein Schicksal. Das direkte Gegentor und damit auch den einzigen vollen Punkt für uns konnte Norbert ein Brett tiefer erzielen. Nachdem er seinen Gegner schon in der Ben-oni Eröffnung elegant ausgespielt hatte, ließ er ihn großzügig noch einmal vom Haken. Und das nur, um ihm einige Züge später Gelegenheit zu geben, die Partie vollends und diesmal endgültig in den Sand zu setzen. Danach waren aber die Gäste wieder am Drücker. An den beiden letzten Brettern hatten unsere Matadoren das Nachsehen. Joachim stand im angenommenenen Damengambit lange Zeit eher besser, bevor aber der Gegner geschickt ins Endspiel abwickelte und dabei auch noch zwei Mehrbauern herüber retten konnte. Gegen diese war kein Kraut mehr gewachsen. Auch Dalibor hatte nach der für ihn typisch unorthodoxen Eröffnung (eine Art "griechisch-römisches" Damenbauernspiel) eine recht passable Stellung, verlor im Laufe des Spiels aber immer mehr an Boden. Schließlich entschied ein Qualitätsverlust die Partie. Die ersten vier Bretter endeten remis, obwohl es zunächst gar nicht danach aussah. Milan hatte am dritten Brett die schwarzen Steine zu führen und versuchte es mit einer Sizilianischen Eröffnung. Nach wenigen Zügen sah seine Stellung aber recht gedrückt aus, einen Raumgewinn, den der Gegner bis ins Endspiel herüber retten konnte. Aber auch diesmal stellte unser Neuzugang seine überragenden Verteidigungskünste unter Beweis, neutralisierte alle Drohungen und strich am Ende verdient einen hart umkämpften halben Punkt ein. Bei Hubertus Partie waren dagegen die Rollen vertauscht. In einer uralten Variante des Zweispringerspiels eroberte unser zweites Brett geschickt die feindliche Dame, musste dafür aber Turm und Läufer ins Geschäft stecken. Hätte er nun seinen Freibauern ohne Zögern losmarschieren lassen, wäre ihm der Sieg wohl nicht mehr zu nehmen gewesen. Einige weniger konsequente Züge nutzte der Gast, um seine Figuren zu koordinieren und eine uneinehmbare Festung zu bauen. So blieb für Hubertus leider nur die Hälfte des Siegerlohnes übrig. Auch bei Emmanouil an Eins kam die Sizilianische Verteidigung auf das Brett, in diesem Fall mit der c3-Variante. Sie verspricht Weiß einen geringen Vorteil, führt aber zu ruhigem Spiel, welches von beiden Seiten nur schwer gewonnen werden kann. Die Partie endete demzufolge mit einer Punkteteilung, ohne jemals die Remisbreite verlassen zu haben. Die längste Partie des Tages war heute am vierten Brett zu finden. Ralf gelang es im Abtauschsystem des Damengambits eine Leichtfigur zu erobern, musste aber im Gegenzug gleich drei Bauern dafür geben. Diese reichten seinem Gegner im Endspiel ein gerechtes Unentschieden herbeizuführen.
Damit verliert die Spielvereinigung Hamm mit 3:5 gegen die Schachfreunde aus Dortmund-Brackel. Also auch am heutigen Spieltag kein Glück für unsere erste Mannschaft. Rein rechnerisch gibt es aber dennoch eine theoretische Chance für den Klassenerhalt, sofern uns am letzten Spieltag ein Sieg gegen den fünftplatzierten Verein aus Essen-Überruhr glücken würde. Nach fünf Niederlagen in Folge fällt es allerdings nicht so leicht daran zu glauben.



29.03.2011 - 00:41

Dritte darf weiter zittern!

Ein 4:4 in Unterzahl gegen den Mitabstiegskandidaten aus Horstmar.
Wieder nicht komplett, nur sechs Spieler an Bord, lässt uns zwar wie der moralische Sieger aussehen, aber es ist fraglich, ob es so reichen wird. Ein Abstieg kann nur noch im Endspiel gegen Heessen abgewehrt werden.



06.03.2011 - 21:41

1. Mannschaft verspielt letzte große Chance auf Klassenerhalt in der Regionalliga

Am siebten Spieltag der Regionalliga ging die Reise der ersten Mannschaft diesmal nach Oberhausen. Dort sollte im Duell der Kellerkinder der mögliche Klassenerhalt entschieden werden. Während wir erfreulicherweise komplett antreten konnten, mußte der Gegner auf zwei Ersatzspieler zurückgreifen. Dennoch verlief der Mannschaftskampf nicht so recht nach unserer Wunschvorstellung. Am ersten Brett spielte Emmanouil Spyrou remis, nachdem er im Sämisch-System des Königsinders gleich mehrere klare Gewinnchancen ausgelassen hatte. Hubertus Voss erreichte durch solides Spiel mit Schwarz im Reti-System bald Ausgleich und beendete die Partie folgerichtig mit einer Punkteteilung. Am dritten Brett landete Milan Kandic direkt aus der Eröffnung (Drachensystem im Sizilianer) in einem ausgeglichenen Endspiel. Durch einen Bauernverlust machte er es noch einmal spannend, rettete aber am Ende doch noch verdient den halben Punkt. Ralf Schlaap fand sich am vierten Brett mit den schwarzen Steinen in einer langen Theorievariante des Najdorf-Sizilianers wieder, die er aber ohne große Mühe remis hielt. Am fünften Brett kam es im Abtauschsystem der französischen Verteidigung zu einer ausgeglichenen Stellung, aus der Malte Pothmann nicht mehr als einen halben Zähler herausholen konnte. Norbert Hufelschulte meisterte als Nachziehender am sechsten Brett in einem geschlossenen Sizilianer die Eröffnungsphase exzellent, mußte nach einem unterschätzten Königsangriff am Ende aber dennoch den ganzen Punkt in Oberhausen lassen. Gewohnt unkonventionell eröffnete Dalibor Dukic an sieben gegen die slawische Verteidigung im Damengambit. Dennoch blieben die Chancen verteilt und das Spiel endete gerecht mit einem Friedensschluss. Die wildeste Stellung war heute eindeutig auf dem Brett von Joachim Vierbuchen zu finden. Nachdem er sich mit Schwarz gegen den Trompowski-Angriff recht ungewöhnlich verteidigte, durfte er zwischenzeitlich eine Mehrfigur sein eigen nennen. Als Kompensation besaß der Gegner aber (trotz Damentausches!) einen heftigen Königsangriff. Als der Rauch sich verzogen hatte, musste unser Mann dann leider doch die Waffen strecken, aber immerhin mit fliegenden Fahnen.
So endete also dieser Mannschaftskampf aus unserer Sicht mit 3:5. Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, werden wir nach diesem kurzen aber lehrreichen Gastspiel in der Regionalliga nächste Saison wieder in der Verbandsliga antreten.



01.03.2011 - 07:57

Vierte erspielt Remis - Fünfte unterliegt

Am siebten Spieltag der Kreisliga erspielte sich die Vierte im letzten Spitzenspiel der Saison gegen SV Ahlen 4 ein 3-3 Unentschieden. Roland Haiduk und Walter Rosendahl gewannen zwar ihre Partien, doch aufgrund der Stärke der Ahlener Jugendspieler, lief es dann auf das Remis hinaus.
Im Aufstiegsrennen machte die Schachvereinigung dennoch den wahrscheinlich entscheidenden Schritt Richtung Aufstieg, da der direkte Konkurrent (Caissa Hamm 3) überraschend gegen den SV Werl verlor.

Weniger Glück hatte die Fünfte, die mit 2-4 dem Tabellenführer aus Werne unterlag.
Die Punkte für die Schachvereinigung holten kampflos Dieter Reininghaus
und gespielt Karsten Baschin.
In der Tabelle steht man nun zwar weiter auf Platz 8, aber da wohl kein Verein des Schachbezirks Hamm aus der Verbandsklasse absteigen wird, wird wohl nur der Tabellenletzte absteigen.
Von daher dürfte der Klassenerhalt dennoch sicher sein.



21.02.2011 - 20:08

Zweite gewinnt - Sechste unterliegt knapp

Am siebten Spieltag der Bezirksliga konnte die zweite Mannschaft der Schachvereinigung einen knappen 4,5-3,5 Sieg über den Tabellenletzten SV Königsspringer Hamm 2 feiern.

Die Übermacht an den drei unteren Brettern konnte den Sieg möglich machen, nachdem Brett 1,4 und 5 (Rolf Bachmann, Andreas Bölling und Burkhard Rosentreter) ein Remis erzielten. An Brett 8 machte Timm Fitzek seinen zweiten Reserveeinsatz und wird an den nächsten beiden Spieltagen also nicht mehr zur Verfügung stehen.

In der Tabelle steht die Schachvereinigung nun auf Platz 6 und muss sich um den Abstieg wohl keine Gedanken mehr machen, außer es geschieht ein schachliches Wunder.

Weniger glücklich ging es für die Sechste aus, die mit 2-3 der Vierten Mannschaft aus Bönen unterlag. Hier war eine kampflos verlorende Partie an Brett 4 ausschlaggebend. Die Punkte holten Jannis Arndt und Klaus Flehmig.



17.02.2011 - 18:13

Dritte unterliegt knapp in Werl

Am sechsten Spieltag der Bezirksklasse musste die Dritte Mannschaft eine knappe Niederlage beim Tabllenzweiten aus Werl hinnehmen. Diesmal spielte die Mannschaft wieder mit zwei Ersatzspielern (Markus Kleinselbeck aus der Fünften und Heinz Droste aus der Vierten). Diese verloren allerdings ihre Partien, wobei dies bei der Partie von Markus besonders unglücklich aussah.

Ansonsten konnten Jens Begemann und Reinhard Jastram volle Punkte, und Timm Fitzek, Jochen Sewarte, sowie Alfred Reuter jeweils halbe Punkte mitnehmen.

In der Tabelle ist man zwar rein statistisch gesehen gefährlich nahe an den Abstiegsplätzen, doch unter normalen Umständen dürfte es für die Mannschaft kein Problem sein, sich wieder zu befreien.



13.02.2011 - 23:20

Erste Mannschaft verliert Abstiegsduell gegen Weiße Dame Borbeck

Drama in drei Akten
Erster Akt: Schnelle Entscheidungen
Bereits nach wenigen Zügen endete das Spiel am ersten Brett mit Remis. Emmanouil Spyrou wurde in der Eröffnung (Panow-Angriff) auf dem falschen Fuß erwischt und beschloss in etwas schlechterer Stellung die Friedenspfeife zu rauchen. Joachim Vierbuchen dagegen überrumpelte gekonnt seinen Gegner am letzten Brett in der Tschigorin-Variante des Damengambits, so dass dieser schon kurz nach der Eröffnung mit einer Figur weniger die Waffen strecken musste. Im Gegenzug konnten die Gäste dafür am fünften Brett punkten. Malte Pothmann fehlte es an der nötigen Erfahrung, sich mit Schwarz gegen das seltene Colle-System zur Wehr zu setzen und wurde fachmännisch zusammengeschoben. Damit stand es zunächst 1,5:1,5.
Zweiter Akt: Meisterhaft
Ralf Schlaap spielte mit Weiß am vierten Brett eine ungewöhnliche Variante im Alt-Benoni. Die wörtliche Übersetzung aus dem Arabischen lautet in etwa "Sohn des Schreckens". So kam es dann auch in der Partie. Unser Mann geriet in ein schlechteres Endspiel, welches der Gegner sehr geschickt in einen ganzen Punkt umzumünzen verstand. Auch Milan Kandic hatte als Schwarzer am dritten Brett in der Sizilianischen Eröffnung wenig Glück. Mit Müh und Not konnte er sich in ein Mittelspiel mit einem Bauern weniger retten. Als der Gegner dann aber alle Figuren bis auf einen Läufer abtauschen ließ, reichte das verbliebene Material nicht mehr zum Mattsetzen. Eine meisterliche Verteidigungsleistung unseres Neuzuganges! Hubertus Voss lieferte heute am zweiten Brett vermutlich seine bisher beste Partie in dieser Saison ab. Schon in der Eröffnung drängte er mit Weiß sein Gegenüber in der modernen Verteidigung spürbar zurück. Dies gipfelte schließlich in einem verdienten Bauerngewinn. Auch in dem resultierenden Leichtfigurenendspiel ließ Hubertus seinem Gegner keinerlei Chancen, so dass dieser trotz heftiger Gegenwehr schließlich die Segel streichen musste. So stand es also zwischenzeitlich 3:3. Zu diesem Zeitpunkt sah es an den letzten beiden Brettern noch nach einem klaren Gewinn für uns aus. Aber es sollte anders kommen...
Dritter Akt: Ein Ende mit Schrecken
Dalibor Dukic stand am siebten Brett nach der Eröffnung der Wiener Partie etwas unter Druck, konnte sich aber aus diesem nach und nach befreien und seine Stellung dann immer weiter verbessern. Schließlich opferte sein Gegner sogar aus Verzweiflung eine Figur, um wenigstens etwas Angriff zu erhalten. Zunächst wehrte unser Spieler alle Drohungen geschickt ab, dann aber, als er (und alle anderen) schon fest mit dem Gewinn der Partie rechnete, ereilte ihn ein klassischer Black-out. Anstatt auf einfache Art und Weise zu gewinnen, ließ er sich zweizügig mattsetzen. Schade! Norbert Hufelschulte spielte am sechsten Brett die längste Partie des Tages. In der Eröffnung (auch hier ein Alt-Benoni) gelang es ihm mit Weiß, eine deutlich überlegene Stellung auf das Brett zu zaubern. Tatsächlich lag der direkte Gewinn auch in der Luft, wurde aber von beiden Parteien in Zeitnot nicht erkannt. Norbert begnügte sich mit zwei Mehrbauern, die normalerweise auch für einen vollen Punkt gereicht hätten. Leider übersah er in der (zweiten!) Zeitnot einen Damenschwenker seines Gegners und danach war gegen das drohende Dauerschach trotz Mehrbauern nichts mehr zu erfinden. Remis!

So endete also dieses Abstiegsduell aus unserer Sicht äußerst unglücklich mit 3,5:4,5. Damit liegt unsere erste Mannschaft auf dem siebten Platz und muß nächste Runde im vorgezogenen Endspiel gegen Oberhausen II unbedingt punkten, um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren.



Archiv: [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40]